Die Anzeigeregel bestimmt sich nach Zielgruppe und Rechtsraum, nicht nach Präferenz. B2C in der EU und im UK verlangt MwSt-inklusive Preise — Etikett, Website oder Menü müssen den Endbetrag für den Verbraucher zeigen. "Ab £100 zzgl. MwSt." auf einer Verbraucherseite ist in den meisten Mitgliedsstaaten unzulässig und löst Verbraucherschutzsanktionen aus. B2B ist umgekehrt: Preise werden netto genannt, da Geschäftskunden die MwSt als Vorsteuer erstattet bekommen. Die Rechnung weist die MwSt trotzdem gesondert aus, aber Angebote, Kataloge und Preislisten verwenden Nettowerte. Die USA haben keine Bundes-MwSt, daher zeigt E-Commerce dort meist Vorab-Preise und Sales Tax wird beim Checkout nach Versandadresse addiert. Hybride Plattformen (SaaS mit Privat- und Geschäftsplänen) zeigen Verbrauchern oft Bruttopreise und schalten nach Eingabe einer gültigen USt-IdNr. auf Netto.